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Johann von Mikulicz
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Johann Anton Freiherr von Mikulicz-Radecki, auch Johannes von Mikulicz-Radecki bzw. Jan Mikulicz-Radecki (* 16. Mai 1850 in Czernowitz; â 14. Juni 1905 in Breslau) war ein deutsch-Ăśsterreichischercite-ref-1[1]cite-ref-2[2] Chirurg und Geheimrat in PreuĂen. Auf vielen heute eigenständigen Gebieten der Chirurgie leistete er Pionierarbeit.
Wie viele andere Bewohner der Bukowina ein âBuchenland-Europäerâ,cite-ref-3[3] beherrschte er fĂźnf Sprachen. Seine Publikationen schrieb er später nicht nur in Deutsch, sondern auch in Polnisch, Russisch und Englisch. Seine Muttersprache war, wie seinerzeit in Czernowitz Ăźblich, deutsch.cite-ref-4[4]
Contents
⢠Familie
⢠Leben
⢠Studium
⢠Erinnerung
⢠Kinder
⢠Leistungen
⢠Schßler
⢠Ehrungen
⢠PreuĂen
⢠Denkmal
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Familie
Johann von Mikuliczâ Vater Andreas Mikulicz-Radecki (1804â1881) hatte es im Kaisertum Ăsterreich vom Forstsubstituten durch Selbststudium zum Forstbeamten in Lemberg und später zum Cameralbaumeister gebracht. In der Bukowina baute er das Rathaus und gestaltete den Ringplatz und den Volksgarten in Czernowitz.cite-ref-ob-5-0[5] Er war Sekretär der Handelskammer. Seine Mutter Emilie, geborene von Damnitz (1813â1867), war Tochter eines frĂźheren preuĂischen Offiziers (siehe Damnica) und Andreasâ zweite Frau. Ihr GroĂvater war mit anderen deutschen Kolonisten von der Habsburgermonarchie in die Bukowina geholt worden, als sie im Frieden von Kßçßk Kaynarca vom Osmanischen Reich an Ăsterreich abgetreten werden musste. Der väterliche GroĂvater Franciskus Mikulicz-Radecki (1774â1816) war ein Provinzbeamter aus verarmtem litauisch-polnischem Adel; 1804 heiratete er Josepha Edle von Just aus deutschem Adel.cite-ref-tz-6-0[6] Johanns Bruder Valerian von Mikulicz, noch Oberst in der k. k. Armee, beantragte 1897 die Wiedererlangung des Adelstitels. Franz Joseph I. bestätigte den âHerkunftsnachweis der Familie Radeckiâ in polnischer, deutscher und russischer Sprache. Kaiser Wilhelm II. nahm den âordentlichen Professor und Geheimen Medizinal-Rath aus altpolnischem Adelâ am 12. Juni 1899 als Johann von Mikulicz-Radecki in den preuĂischen Adelsstand auf.cite-ref-7[7]cite-ref-wk-8-0[8]
Der siebensprachige Vater hielt auf Toleranz, Schulbildung und Musik. In der Familie wurde Deutsch, mit Verwandten und Freunden auch Ukrainisch, Rumänisch oder Polnisch gesprochen. Johann von Mikulicz sprach Ukrainisch, Jiddisch und Rumänisch. Die polnische Sprache erlernte er erst in Wien vor seiner Berufung nach Krakau.cite-ref-ob-5-1[5]
Leben
Johann besuchte die Grundschule in Czernowitz. Musikalisch begabt, verbrachte er drei Jahre an der Pianistenvorschule und am Musikinstitut von Josef Proksch in Prag. Wie sein Bruder Valerian von Mikulicz besuchte er das k.k. I. Staatsgymnasium Czernowitz (1862), das Wiener Theresianum (1863) und das Benediktiner-Gymnasium in Klagenfurt (1864). Dort brachte er sich das Orgelspiel bei. In seiner Freizeit als Kirchenorganist gab er Nachhilfeunterricht. Nach kurzem Besuch des k.k. I. Obergymnasiums in Hermannstadt kehrte er nach Czernowitz zurĂźck, wo er im Alter von 19 Jahren die Matura mit Auszeichnung erwarb.cite-ref-tz-6-1[6]
Studium
Zunächst wollte Mikulicz Musiker werden. Nachdem seine Mutter 1867 gestorben war, kam er zu seinem Onkel Lukas Mikulicz, der das Hebammen-Lehr-Institut in Hermannstadt leitete. Unter dessen Einfluss entschied sich Johann fĂźr das Studium der Medizin. Obwohl sein Vater ein Orientalistik- oder Jurastudium in Hinblick auf eine Diplomatenlaufbahn wĂźnschte, immatrikulierte er sich 1869 an der Universität Wien als Medizinstudent. Sein Vater stellte daraufhin den Unterhalt ein. Johann finanzierte sein Studium mit Klavier- und Deutschunterricht.cite-ref-ms-9-0[9] Nach zwei Semestern wurde ihm das Freiherr v. Silbersteinsche Stipendium zugesprochen. Die 700 Gulden pro Jahr entlasteten ihn vom Unterrichten, so dass er Klavier Ăźben und Kurse am Wiener Konservatorium belegen konnte.cite-ref-hmr-10-0[10]cite-ref-jn-11-0[11] Ein Gulden entspräche heute etwa 8 âŹ.
Zu seinen medizinischen Lehrern zählten Josef Hyrtl, Carl Rokitansky, Joseph Skoda und Ferdinand von Hebra. Im März 1875 bestand er das Staatsexamen und das Rigorosum zum Medicinae universae doctor.cite-ref-wk-8-1[8] Im selben Jahr verlobte er sich mit der Wiener Schauspielerincite-ref-12[12] Henriette Pacher (1853â1937), die in den nächsten sieben Jahren seine Sekretärin wurde und alle Publikationen lektorierte.
SchĂźler und Freund Billroths
Der Jurist Leopold von Neumann empfahl ihn nachdrĂźcklich dem Wiener Chirurgen Theodor Billroth. Bekannt fĂźr seine hohen AnsprĂźche an seine Mitarbeiter und im Zenit seines Ansehens, nahm er Mikulicz 1875 als Volontärassistenten in seine Chirurgische Klinik auf. Aus Billroths Skepsis wurde Respekt und schlieĂlich Freundschaft. In seinem Haus spielten sie oft im Klavierduo. Dort gewann Mikulicz auch die Wertschätzung von Johannes Brahms, mit dem er die vierhändigen Walzer op. 39 zur ErstauffĂźhrung brachte.
Nach dreieinhalb Jahren wurde Mikulicz Assistenzarzt. Billroth wĂźnschte ihm schon 1877 die erste Chirurgieprofessur in Czernowitz, das 1875 Universitätsstadt geworden war. Da sie keine medizinische Hochschule erhielt, schickte Billroth seinen Hoffnungsträger auf eine fĂźnfmonatige Studienreise nach Deutschland, Frankreich und England.cite-ref-ob-5-2[5] Im Mittelpunkt stand die Antisepsis. Aus der Berufung an die Universität Lemberg wurde nichts. Seit 1878 Oberarzt, besuchte Mikulicz 1879 Richard von Volkmann in Halle, Bernhard von Langenbeck an der CharitĂŠ, Friedrich von Esmarch in Kiel, Johann Nepomuk von NuĂbaum in MĂźnchen, August Socin in Basel, Jules PĂŠan in Paris und schlieĂlich Joseph Lister in London. Das ihm von Billroth in der ersten Zeit zugeworfene, 1870 von Ferdinand von Hebra beschriebenecite-ref-13[13] Rhinosklerom wurde nach Mikulicz benannt.cite-ref-tz-6-2[6] Nach seinen Beobachtungen bei Lister stellte er sich schon 1878 gegen Karbolspray in der Desinfektion und Wundbehandlung. 1881 empfahl er stattdessen Jodoform, das vor ihm schon Albert von Mosetig-Moorhof in der Kriegschirurgie eingesetzt hatte. In den letzten Jahren bei Billroth verĂśffentlichte er 16 wichtige Arbeiten zur Wundbehandlung, Abdominaldrainage und Endoskopie von Ăsophagus und Magen.
Orthopädie und Endoskopie
Mit Untersuchungen zum Genu varum und Genu valgum an Hunderten von Leichenbeinen habilitierte er sich 1880 fĂźr das Fach Chirurgie. Die virtuelle Tragachse des Beines (HĂźftgelenk â Sprunggelenk) ist noch heute als Mikulicz-Linie bekannt. Die osteoplastische Resektion des FuĂes ist nach ihm und Wladimirow benannt.cite-ref-14[14] William Macewen und Anton von Eiselsberg erkannten ihn als Pionier der modernen Orthopädie.cite-ref-tz-6-3[6]
Im Dezembercite-ref-15[15] 1880 heiratete Mikulicz seine langjährige Verlobte Henriette Maria Franziska Pacher (1853â1937). Nach den in Ăsterreich-Ungarn geltenden Regeln fĂźr OperationszĂśglinge musste er deshalb aus der Universitätsklinik ausscheiden. Billroth erwirkte zwar beim zuständigen Ministerium eine einjährige Verlängerung, aber die Hochschullaufbahn in Ăsterreich war verbaut.cite-ref-kausch-16-0[16]cite-ref-hmr-10-1[10] In einer Wiener Poliklinik mit besserem Einkommen angestellt, vermisste er die klinische und wissenschaftliche Arbeit. So wandte er sich dem ambulant zugänglichen Gastrointestinaltrakt zu. Den Bauchraum konnte man damals nur palpatorisch, auskultatorisch oder durch eine probatorische Laparotomie untersuchen â bei Tumoren meistens zu spät. Eine erstmals von Mikulicz 1880 durchgefĂźhrte Vernähung eines durchgebrochenen MagengeschwĂźrs endete mit dem Tod des Patienten.cite-ref-17[17] Schwertschlucker brachten Mikulicz 1881 auf den Gedanken, die SpeiserĂśhre mit einem geraden Rohr zu untersuchen. Mit dem Wiener Instrumentenmacher Josef Leiter gelang es ihm, auch ein unten abgewinkeltes Gastroskop mit Beleuchtung und SpĂźlung zu verwenden und damit erstmals erfolgreichcite-ref-18[18] Gastroskopien bei Patienten durchzufĂźhren.
Krakau (1882â1887)
Im galizischen Krakau lebte Mikuliczâ Schwester Emilia Zborowska, die ihn im Studium finanziell unterstĂźtzt hatte.cite-ref-hmr-10-2[10] An der Jagiellonen-Universität war der chirurgische Lehrstuhl durch den Tod von Anton Bryk vakant. Gegen den Widerstand der Fakultät setzten Billroth und Alfred JĂłzef Potocki, der kaiserliche Statthalter in Galizien, Mikulicz beim Kultusministerium in Wien als Bryks Nachfolger durch.cite-ref-wk-8-2[8]cite-ref-kausch-16-1[16]cite-ref-ms-9-1[9] Die Fakultät zweifelte an seinem polnischen SprachvermĂśgen und seiner Nationalität.cite-ref-wk-8-3[8]cite-ref-19[19] Dem trat Mikulicz 1882 in der Antrittsvorlesung entgegen. Auf die Frage nach seiner Nationalität antwortete er gern: Ich bin Chirurg.cite-ref-20[20] Zwar hatte ihm Wien deutsche Vorlesungen in den beiden ersten Jahren erlaubt; aber bereits nach einem Jahr konnte er sie auf polnisch halten.cite-ref-tz-6-4[6]
Die kleine chirurgische Klinik in der Kopernikus-StraĂe hatte fĂźnf Stationen mit jeweils sechzehn Betten. Mikulicz sammelte Spenden, sorgte mit Hilary Schramm fĂźr die hinlängliche Erneuerung der Stationen und des Operationssaales und erhĂśhte die Kollegenzahl auf drei Assistenten und vier unbezahlte Eleven. In Krakau vollzog sich der historische Wechsel von Antisepsis zu Asepsis. Bei dem bald hervorragenden Ruf der Klinik schickte auch das k.u.k. Kriegsministerium Ărzte zur Fortbildung nach Krakau.cite-ref-wk-8-4[8]
Trotz der widrigen Umstände entstanden in Krakau 70 grĂśĂere wissenschaftliche VerĂśffentlichungen; einige zählen zu Mikuliczâ besten Arbeiten, so zur plastischen Chirurgie des Gesichts, zur kosmetischen Chirurgie, zur Bluttransfusion, Kochsalzinfusion und zum Ăsophaguskarzinom. Auch familiär war es eine wichtige Zeit; denn in den fĂźnf Jahren schenkte ihm seine Frau fĂźnf der acht Kinder.cite-ref-ob-5-3[5] Hartnäckig und erfolgreich bemĂźhte sich Mikulicz bei Wiener Banken um Kredite fĂźr einen Neubau. Als er nach fĂźnf Jahren trotz alljährlicher Zusicherungen nicht gebaut war, trat Mikulicz von seinem Amt zurĂźck. Als er sich aus Krakau verabschiedete, dankte ihm die jĂźdische Gemeinde in besonderer Weise, da er bei der Behandlung keine Unterschiede machte zwischen arm und reich, zwischen Juden und Christen und zwischen Polen und Deutschen,cite-ref-21[21] mit den Worten âSie haben die Humanität bei uns eingefĂźhrtâ.cite-ref-22[22]
Sein Nachfolger in Krakau wurde Ludwik Rydygier, der von 1897 bis 1920 der erste chirurgische Lehrstuhlinhaber der 1867 polonisierten Universität Lemberg war.
KĂśnigsberg (1887â1890)
Vom PreuĂische Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten erhielt Mikulicz 1887 einen Ruf auf den Lehrstuhl der Albertus-Universität in der ostpreuĂischen Hauptstadt KĂśnigsberg. Das Wiener Ministerium lieĂ ihn wissen, dass er bei dessen Annahme nicht nach Ăsterreich-Ungarn zurĂźckkehren kĂśnne.cite-ref-wk-8-5[8] Die Medizin in KĂśnigsberg genoss im In- und Ausland einen hervorragenden Ruf. Mikulicz sah in der groĂen und renommierten Klinik ein Sprungbrett ins Deutsche Kaiserreich und folgte dem Ruf. Auf dieser Zwischenstation widmete er sich der (septischen) Viszeralchirurgie und der Urologie. Er ersetzte endgĂźltig Karbol durch Jodoform, entwickelte einen Dampfsterilisator und gab dem Mikulicz-Syndrom seinen Namen. Mit seinen polnischen, ukrainischen und russischen Sprachkenntnissen behandelte er Reiche und BerĂźhmte in seiner Privatpraxis. Oft operierte er in Moskau und St. Petersburg.cite-ref-wk-8-6[8]cite-ref-kausch-16-2[16]cite-ref-ms-9-2[9]cite-ref-hmr-10-3[10]
In KĂśnigsberg brachte ihn der Pharmakologe Bernhard Naunyn auf die Idee eines neuen Periodikums: Ab 1896 erschienen die Mitteilungen aus den Grenzgebieten der Medizin und Chirurgie beim Gustav Fischer Verlag.
Breslau (1890â1905)
Im Jahr 1890 folgte er dem Ruf der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau in der Provinz Schlesien. Als Nachfolger von Hermann Fischer zunächst in einem Altbau mit 90 Betten konnte er 1891 einen Neubau beziehen, den er vergrĂśĂerte und zu einem Vorbild fĂźr die ganze Chirurgenwelt machte. Als 1897 der neue OP-Trakt mit abgetrennten Anästhesie-, Sterilisations- und Umkleideräumen in Betrieb ging und nicht mehr im HĂśrsaal operiert wurde, hatte Breslau die modernste Klinik Deutschlands und eine der grĂśĂten und bestausgerĂźsteten in Europa. Zum ersten Mal in der Geschichte der Chirurgie trugen Operateure sterile Baumwollhandschuhe, Mundmasken, Hauben und Kittel. Als Mikulicz 1902 auf einer USA-Reise William Stewart Halsted mit Gummihandschuhen operieren sah, Ăźbernahm er sie fĂźr Infektionen. Asepsis war oberstes Gebot. Er forderte sogar Schweigen im Operationssaal, um TrĂśpfeninfektionen zu vermeiden.cite-ref-23[23] Bezeichnend war die enge Zusammenarbeit mit dem Hygieniker Carl FlĂźgge.
Mikulicz gliederte seine Klinik in drei Abteilungen: Chirurgie, Orthopädie und Urologie. Noch mehr als in KĂśnigsberg widmete er sich der Urologie, die er nach Besuchen bei John Benjamin Murphy, Charles Horace Mayo und William James Mayo systematisch ausbaute und verselbständigte. Die urologische Poliklinik besetzte er mit Georg Gottstein. Die Ărzte konnten sich auf Labors fĂźr Chemie, Bakteriologie und Pathologie, auf ein Fotolabor und einen Tierstall stĂźtzen. Mikuliczâ Bibliothek galt als eine der besten Europas. Von 1902 bis 1905 war Max Tiegel, der Erfinder des Tiegelventils, an der Klinik, von 1898 bis 1905 Wilhelm AnschĂźtz, welcher 1905 Mikuliczâ älteste Tochter Hilda von Mikulicz heiratete.
1903 beauftragte Mikulicz seinen SchĂźler und Oberarzt Ferdinand Sauerbruch, dem er im selben Jahr von Amerika aus bereits eine Stelle als Volontärarzt ab 1. Oktober angeboten hatte,cite-ref-24[24] damit, die Probleme bei Operationen im geĂśffneten Brustraum zu lĂśsen mit dem Ziel, intrathorakale SpeiserĂśhrenoperationen zu ermĂśglichen.cite-ref-25[25] Sauerbruch erkannte den im Brustkorb herrschenden Unterdruck als Ursache der Probleme. Daraufhin lieĂ Mikulicz in Breslau eine groĂe Unterdruck-Operationskammer errichten, die in seiner Privatklinik erstmals bei Eingriffen an Menschen Verwendung fand.
Niemand auf der Welt hatte mehr Magenkarzinome reseziert als Mikulicz â 185 in Breslau, seit 1890 nach seiner eigenen Methode. Im Dezember 1904 erkannte er die Erkrankung bei sich selbst und teilte seinem Oberarzt Sauerbruch die Krebsdiagnose mit. Erst nach den Weihnachtstagen offenbarte er sie seiner Familie (darunter der Chirurg AnschĂźtz, der, am 1. Januar gefragt, eine Operation an seinem Schwiegervater ablehnte) und konsultierte Bernhard Naunyn und seinen aus Wien nach Breslau gekommenen SchĂźler Anton von Eiselsberg. Dessen Probe-Laparotomie am 3. Januar, bei der Sauerbruch als Narkotiseur mitwirkte,cite-ref-26[26] zeigte die faatale inoperable Tumorinfiltration der BauchspeicheldrĂźse, von deren chronischer EntzĂźndung Mikulicz wusste. Als er sich von dem Eingriff erholt hatte, arbeitete er mit alter Intensität weiter, bis er zu Hause bettlägerig wurde und starb.cite-ref-ob-5-4[5]cite-ref-27[27] Wenige Tage vor seinem Tod schrieb er einem Freund in Wien: âIch sterbe ohne irgendwelchen Groll und mit dem GefĂźhl der Zufriedenheit mit dem Leben. Ich arbeitete nach meiner MĂśglichkeit und fand auf der Welt Ansehen und GlĂźckâ.
In Breslau war Mikulicz zweimal Dekan der Medizinischen Fakultät, zuletzt in seinem Todesjahr. Seine Nachfolger waren Carl Garrè, Hermann KĂźttner, Karl Heinrich Bauer, Hans Killian, Wiktor Bross (bis 1973), Stefan Koczorowski (bis 1980) und Bogdan Ĺazarkiewicz (1980â2000).
Beileidsbekundungen und Beerdigung
Kaiser Wilhelm schickte ein Beileidstelegramm. Unter groĂer Beteiligung der Breslauer BevĂślkerung zelebrierte Pfarrer Laska von der Kreuzkirche (Breslau) das Totenamt. Felix Dahn hielt eine Trauerrede. FĂźr die Medizinische Fakultät sprach Emil Ponfick, der dem Toten einen Lorbeer- und Eichenkranz in den Sarg legte. FĂźr die Universität Wien und die SchĂźler von Mikulicz sprachen v. Eiselsberg und Alexander Tietze, fĂźr die Breslauer Studentenschaft cand. med. von Rottkay, fĂźr die Jagiellonen-Universität der Chirurg BronisĹaw Kader.cite-ref-28[28]cite-ref-29[29]
Beerdigt wurde Mikulicz am 17. Juni 1905 gemäà seinem Wunsch im niederschlesischen Freiburg, in der Nähe seines Landsitzes in Polsnitzcite-ref-30[30] am gleichnamigen Fluss, nahe dem Riesengebirge.
âEr ist begraben worden, wie es sich geziemt fĂźr einen Mann, der fĂźr die Menschheit gelebt hat und dem die gesamte Menschheit Dank schuldig ist.â
â
Czernowitzer Allgemeine Zeitung, 20. Juni 1905
Erinnerung
Artur Volkmanns Denkmal wurde am 27. Mai 1909 enthßllt. Es zeigte Athene und Hygieia, die dem im Arztkittel sitzenden Mikulicz einen Lorbeerkranz reichen. Zugegen waren Mikulicz' Bruder Valerian in Üsterreichischer Generalsuniform, Anton WÜlfler und von Eiselsberg, Feodora von Sachsen-Meiningen, andere Fßrsten, der Universitätsrektor und die Bßrgermeister von Czernowitz und Breslau. Der Breslauer Domchor sang.
1908 schenkte Henriette von Mikulicz die Totenmaske ihres Mannes, seine Handschriften und Läwens Porträt dem Mikulicz-SchĂźler Hayari Miyake (1867â1933). Die Maske Ăźberdauerte den Krieg und fand sich in der Sammlung von Miyakis Sohn Hiroshi, der ebenfalls Chirurgieprofessor war. Als âAndenken an den Urvater unserer Chirurgieâ lieĂ er sie fĂźr andere japanische Chirurgen vervielfältigen. Das Original schickte er 1976 dem Mikulicz-Enkel Felix AnschĂźtz. Eine Urenkelin von Hiroshi Miyake ĂźberlieĂ 2002 Bogdan Ĺazarkiewicz in Breslau eine Kopie.cite-ref-wk-8-7[8]
Henriette von Mikulicz Ăźberlebte ihren Mann um 32 Jahre. Sie schrieb seine Lebensgeschichte, die erst 1988 (zum Teil) verĂśffentlicht wurde. Sie wurde neben ihm und ihrem Sohn Friedrich beigesetzt.
Kinder
1. Hilda Friederike Emilie Johanna (1881â1954), Gesangsausbildung in Paris und bei Julius Stockhausen, verheiratet mit Wilhelm AnschĂźtz
2. Hans (1882â1891), gestorben an Diphtherie
3. Maria Eleonore Henriette Valerie â âMiziâ (1883â1928), verh. mit Walther Kausch; die drei Kinder Eva (1906), Dietrich (1911) und Klaus (1918â2010) wurden Ărzte.
4. Margarete Sofia Anna Henriette â âGreteâ (1884â1964), verh. mit Hans Piper (gefallen 1915), Mutter des Ophthalmologen Hans-Felix Piper
5. Heni (1886â1887), gestorben an Diphtherie
6. Friedrich Franz Valerian â âFritzâ (1886â1910), Zwillingsbruder von Heni, gestorben an Pneumonie
7. Felix Ernst Johannes Benvenuto (1892â1966), Gynäkologe
8. Elisabeth Maria Theresia Antonie Frieda â âMimaâ (1893â?), verh. mit Wilhelm LĂśhr, Mutter von Berthold LĂśhr, GroĂmutter von Joachim LĂśhr
Die TĂśchter Hilda, Maria und Elisabeth waren mit Chirurgen und Margarete mit einem Physiologen verheiratet.
Leistungen
Johann von Mikulicz gilt als BegrĂźnder der Ăsophagoskopie und Gastroskopie. Im Jahr 1881 beschrieb er die Achalasie als FunktionsstĂśrung des unteren Ăsophagussphinkters. Seine geniale Behandlung war die Fingerweitung durch den erĂśffneten Magen. 1886 stellte er die subtotale SchilddrĂźsenresektion vor, um die postoperative Hypothyreose zu verhindern; 1896 verwendete er erstmals einen Mundschutz während Operationen zur Sicherung des aseptischen Verlaufs von Operationen. 1902 ermĂśglichte er die Anerkennung der Lokalanästhesie, die Carl Ludwig Schleich schon 1892 erfolglos vorgestellt hatte. Seine Technik der Magenresektion ging als Heinek-Mikulicz-Methode in die Medizingeschichte ein. Die Wiegen der deutschen Thorax- und Magenchirurgie (besonders der SpeiserĂśhre) standen in Breslau. Weitgehend vergessen ist seine Ăźberragende Bedeutung fĂźr die Urologie.cite-ref-tz-6-5[6]
Mikulicz bereicherte die Medizintechnik mit einem neuartigen und heizbaren Operationstisch, einer Maschine fĂźr die Ăthernarkose, verschiedenen Nadeln, Pinzetten, Zangen und Hohlnadeln fĂźr die Entnahme von Biopsien. Er erfand und vereinfachte Operationsinstrumente; seine gebogene scharfe Klemme (ähnlich dem Overholt) wird noch heute beim ErĂśffnen des Abdomens benutzt, um das Peritoneum und Faszien zu halten. Im Jargon des Operationssaals wird sie in der Regel kurz als Miku bezeichnet.
Nach Julius Neugebauer hat Mikulicz âwohl den grĂśĂten Beitrag zur modernen Chirurgie geleistetâ.cite-ref-jn-11-1[11]
SchĂźler
⢠Aleksander Bossowski
⢠Gustav Drehmann
⢠Walther Kausch
⢠Georg Kelling
⢠Alfred Machol
⢠Adam Majewski
⢠Hilary Schramm
⢠Roman Sondermayer
⢠Rudolf Trzebicky
Ehrungen
Noch unbekannt sind verliehene Orden
PreuĂen
EhrendoktorwĂźrden
⢠University of Edinburgh (1898)
⢠University of Glasgow (1901)
⢠University of Pennsylvania (1903)
Präsidentschaften
⢠Krakauer Medizinische Gesellschaft (Ende 1886 bis zum Weggang aus Krakau im März 1887)
Ehrenmitgliedschaften
⢠Ărztegesellschaft Czernowitz
⢠Zaristische Medizinische Gesellschaft in Wilna (1895)
⢠Royal College of Surgeons of Edinburgh, postum 1905; die Urkunde wurde Henriette v. Mikulicz ßberreicht
⢠Ărztliche Gesellschaft in Minsk (1901)
⢠Russische Gesellschaft fßr Chirurgi (1902)
⢠Ărztliche Akademie in Rumänien
⢠Ărztliche Gesellschaft in Helsingfors
⢠Verein fßr wissenschaftliche Heilkunde in KÜnigsberg
⢠Clinical Society of London
⢠k. k. Gesellschaft der Ărzte in Wien
⢠New York Academy of Medicine
⢠Akademischer Chor der Universität Breslaucite-ref-sn-31-0[31]
Denkmal
VerĂśffentlichungen (Auswahl)
⢠Ueber das Rhinosclerom (Hebra). In: Archiv fĂźr klinische Chirurgie. Band 20, 1876, S. 485â534.
⢠Ăber die Anwendung der Antisepsis bei Laparotomien mit besonderer RĂźcksicht auf die Drainage der PeritonealhĂśhle. In: Archiv fĂźr klinische Chirurgie. Band 1, 1881, S. 111â150.
⢠Ueber einige Modificationen des antiseptischen Verfahrens. In: Archiv fĂźr klinische Chirurgie. Band 31, 1884, S. 435â488.
⢠Zur operativen Behandlung des stenosierenden Magengeschwßrs. In: Archiv fßr Klinische Chirurgie. Band 37, 1888, S. 79 ff.
⢠Chirurgie. In: W. Lexis (Hrsg.): Die deutschen Universitäten. FĂźr die Universitätsausstellung in Chicago 1893. Band II, Berlin 1893, S. 273â285.
⢠Die chirurgische Behandlung des chronischen Magengeschwßrs. In: Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft fßr Chirurgie. Zentralblatt fßr Chirurgie. Band 24, 1897.
⢠Das Operiren in sterilisirten Zwirnhandschuhen und mit Mundbinde. Ein Beitrag zur Sicherung des aseptischen Verlaufs von Operationswunden. In: Zentralblatt fĂźr Chirurgie. Band 24, Nr. 26, 1897. S.:713â717. Online
⢠Beiträge zur Technik der Operation des Magenkarzinoms. In: Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft fßr Chirurgie. 27. Kongress, 1898, S. 252 ff.
⢠mit Paul von Bruns und Ernst von Bergmann (Hrsg.): Handbuch der praktischen Chirurgie. 1900â1901 in vier Bänden, 1926â1930 in sechs Bänden.
⢠Die chirurgische Behandlung der Darmkarzinome. In: Zentralblatt fßr Chirurgie. Band 104, 1902.
⢠Chirurgische Erfahrungen Ăźber die Sauerbruch'sche Kammer bei Unter- und Ăberdruck. In: Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft fĂźr Chirurgie. Band 33, I, 1904, S. 34â41.
⢠Zur Pathologie und Therapie des Kardiospasmus. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. â. 1, 30. Jahrgang, Georg Thieme, Leipzig 1. Januar 1904, S. 17 ff., und â. 2, Leipzig 7. Januar 1904, S. 50 ff.
⢠Einiges Ăźber Naht und Nahtmaterial. In: J. Schwalbe: Deutsche Medizinische Wochenschrift. â. 39, 30. Jahrgang, Georg Thieme, Leipzig 1904, S. 1415â1417.
⢠Die Bedeutung der RĂśntgenstrahlen fĂźr die Chirurgie. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. 31. Jahrgang, Georg Thieme, Leipzig 1905, S. 657â663.
Literatur
⢠Volker Zimmermann: Mikulicz-Radecki, Johannes. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 17. Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 498â499 (deutsche-biographie.de).
⢠Wilhelm AnschĂźtz: Johannes Mikulicz-Radecki. In: Schlesische Lebensbilder. Band 3, Breslau 1928, S. 348â358.
⢠W. R. Bett: Johann von Mikulicz-Radecki (1850â1905). Pioneer surgeon. In: Proceedings of the Royal Society of Medicine. Band 43, 1950, S. 1061 f.
⢠Anton von Eiselsberg: Johann von Mikulicz. In: Wiener Klinische Wochenschrift. Band 18, 1905, S. 671â674.
⢠P. Gorecki, W. Gorecki: Jan Mikulicz-Radecki (1850â1905). The creator of modern European medicine. In: Digestive Surgery. Band 19, 2002, S. 313â320.
⢠S. E. Hadda: Johannes von Mikulicz-Radecki. A memorial tribute to a great surgeon, scientist and teacher. In: Journal of the International College of Surgeons. Band 43, 1965, S. 4â10.
⢠Janusz Halatek: Mikulicz in Krakau. Medizinische Dissertation, Universität Wßrzburg, 1989.
⢠Walter Kausch: Johannes von Mikulicz-Radecki. Sein Leben und seine Bedeutung. In: Mitteilungen aus den Grenzgebieten der Medizin und Chirurgie. Band 3, 1907 (Supplement), S. 1â64.
⢠Klaus Kausch: Politisch heimatlos in Osteuropa. Zum Gedenken an Johann von Mikulicz-Radecki. In: Deutsches Ărzteblatt. Band 77, 1980, S. 2001â2007.
⢠Waldemar Kozuschek: Johann von Mikulicz-Radecki. Leben und Werk. Umhabilitationsschrift, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 1972.
⢠Waldemar Kozuschek: Johann von Mikulicz-Radecki 1850â1906. MitbegrĂźnder der modernen Chirurgie. In Erinnerung an den groĂen Chirurgen der Deutschen Gesellschaft fĂźr Chirurgie und der Gesellschaft der Polnischen Chirurgen gewidmet. 2. polnisch-deutsche Auflage, Acta Universitatis Wratislaviensis, No. 2555, Breslau 2005.
⢠Henriette von Mikulicz-Radecki: Erinnerungen an Wien, Krakau, KÜnigsberg und Breslau. Memoiren der Frau des Chirurgen Johann von Mikulicz-Radecki. (mit einem Vorwort von Klaus Kausch und einem Epilog von Emanuel Turczynski) Forschungsstelle Ostmitteleuropa, Dortmund 1988.
⢠Julius Neugebauer: Weltruhm deutscher Chirurgie. Johann von Mikulicz. Ulm 1965, S. 1â117.
⢠Peter D. Olch: Johann von Mikulicz-Radecki. In: Annals of Surgery. Band 152, 1960, S. 123â126. PMC 1613751 (freier Volltext)
⢠Michael Sachs: Johann von Mikulicz-Radecki (1850â1905) und seine Bedeutung fĂźr die Entwicklung der modernen Chirurgie. In: WĂźrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 14, 1996, S. 85â146.
⢠Hiki Sumik, Hiki Yoshiki: Professor von Mikulicz-Radecki, Breslau. 100 years since his death. In: Langenbecks Archives of Surgery. Band 390, 2005, S. 182â185.
⢠Thaddäus Zajaczkowski: Johann Anton von Mikulicz-Radecki (1850â1905). A pioneer of gastroscopy and modern surgery. His credit to urology. In: World Journal of Urology. Band 26, 2008, S. 75â86.
⢠Thaddäus Zajaczkowski, A. M. Zamann: Johannes Anton Freiherr von Mikulicz-Radecki (1850â1905). Sein Beitrag zur Urologieentwicklung. In: Der Urologe. Band 49, 2010, S. 280â285.
Weblinks
Wikisource: Zeitungsnotiz ßber eine Gedächtnisfeier fßr J. v. Mikulicz (1906)
â Quellen und Volltexte
Commons
: Johann von Mikulicz
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Johann von Mikulicz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Johann Mikulicz-Radecki. British Medical Journal 1950 (4670): 103â4. PMID 15426820
⢠Mikulicz-Radecki, Johannes von. In: Ostdeutsche Biografie (Kulturportal West-Ost)
Einzelnachweise
cite-note-11. â K. Kausch: Richtigstellung.
cite-note-22. â Michael Sachs: Johann von Mikulicz-Radecki (1850â1905) und seine Bedeutung fĂźr die Entwicklung der modernen Chirurgie. In: WĂźrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 14, 1996, S. 85â146, hier: S. 119 f. (Das Elternhaus) und 126 f. (Der Streit um seine Nationalität).
cite-note-33. â Hans Preilitsch: Johannes von Mikulicz â Bahnbrecher der modernen Chirurgie. Raimund Kaindl-Bund 3 (1952), S. 8â14
cite-note-44. â Werner E. Gerabek und Gundolf Keil: Mikulicz in Krakau (Vortrag, gehalten von Gundolf Keil am 12. Oktober 1989 in Rothenburg ob der Tauber). In: WĂźrzburger medizinhistorische Mitteilungen 8, 1990, S. 295â306; hier: S. 299
cite-note-ob-55. â Ostdeutsche Biographie.
cite-note-tz-66. â T. Zajaczkowski, A. M. Zamann (2008, 2010)
cite-note-77. â A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-PreuĂische Standeserhebungen und Gnadenakte fĂźr die Zeit 1873-1918. C. A. Starke, GĂśrlitz 1939, S. 111.
cite-note-wk-88. â W. Kozuschek (2003)
cite-note-ms-99. â Michael Sachs: Johann von Mikulicz-Radecki (1850â1905) und seine Bedeutung fĂźr die Entwicklung der modernen Chirurgie. In: WĂźrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 14, 1996, S. 85â146.
cite-note-hmr-1010. â Henriette Mikulicz-Radecki (K. Kausch, E.Turczynski, 1988)
cite-note-jn-1111. â Julius Neugebauer (1965)
cite-note-1212. â Ferdinand Sauerbruch: Das war mein Leben. Kindler & Schiermeyer, Bad WĂśrishofen 1951; Lizenzausgabe fĂźr Bertelsmann Lesering, GĂźtersloh 1956, S. 88.
cite-note-1313. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/GĂśttingen/Heidelberg 1960, S. 44.
cite-note-1414. â Georg Fischer (Langenbecks Archiv)
cite-note-1515. â Ferdinand Sauerbruch: Das war mein Leben. Kindler & Schiermeyer, Bad WĂśrishofen 1951; Lizenzausgabe fĂźr Bertelsmann Lesering, GĂźtersloh 1956, S. 89â91.
cite-note-kausch-1616. â W. Kausch (1907)
cite-note-1717. â Franz X. Sailer: Magen. In: Chirurgie historisch gesehen: Anfang â Entwicklung â Differenzierung. Hrsg. von Franz X. Sailer und Friedrich W. Gierhake, Dustri-Verlag, Deisenhofen bei MĂźnchen 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 43â71, hier: S. 56.
cite-note-1818. â GĂźnther Seydl: Mikulicz und die Gastroskopie (Referat gehalten am 5. Symposium der Internationalen Nitze-Leiter-Forschungsgesellschaft fĂźr Endoskopie: 150. Geburtstag Johann von Mikulicz-Radecki, 21.â22. Jänner 2000, Wien). In: WĂźrzburger medizinhistorische Mitteilungen 23, 2004, S. 521â523.
cite-note-1919. â Werner E. Gerabek und Gundolf Keil: Mikulicz in Krakau (Vortrag, gehalten von Gundolf Keil am 12. Oktober 1989 in Rothenburg ob der Tauber). In: WĂźrzburger medizinhistorische Mitteilungen 8, 1990, S. 295â306; hier: S. 297â299
cite-note-2020. â Zitiert nach: Wojciech A. Kustzrycki: Bericht Ăźber das deutsch-polnische Symposium in Breslau (WrocĹaw): â100-jähriges Jubiläum der Thoraxchirurgieâ 4.â6. November 2004. Deutsche Gesellschaft fĂźr Chirurgie â Mitteilungen 2/2005: S. 154â158 (PDF)
cite-note-2121. â Gerabek/Keil (1990), S. 300
cite-note-2222. â Kulturportal West-Ost (zitiert)
cite-note-2323. â Werner Gerabek u. a. (Hrsg.), Enzyklopädie Medizingeschichte, De Gruyter 2007, Band 1, Artikel Chirurgie, S. 256
cite-note-2424. â Ferdinand Sauerbruch: Das war mein Leben. 1956, S. 48.
cite-note-2525. â Friedrich Wilhelm Gierhake: SpeiserĂśhre. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen. Anfang â Entwicklung â Differenzierung. Mit einem Geleitwort von Rudolf Nissen. Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle, Deisenhofen bei MĂźnchen 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 186â191, hier: S. 187.
cite-note-2626. â Ferdinand Sauerbruch: Das war mein Leben. Kindler & Schiermeyer, Bad WĂśrishofen 1951; Lizenzausgabe fĂźr Bertelsmann Lesering, GĂźtersloh 1956, S. 92 f.
cite-note-2727. â Das Mikulicz-Haus in der AuenstraĂe wurde 1945 in der Schlacht um Breslau zerstĂśrt.
cite-note-2828. â Tietze (1864â1924) war später Primararzt im Allerheiligenhospital Breslau
cite-note-2929. â 1891 in Dorpat promoviert, war Kader (1863â1937) von 1899 bis 1928 Professor fĂźr Chirurgie in Krakau.
cite-note-3030. â Siehe: Stadt Freiburg in Schlesien, In: Rolf Jehke (Hrsg.): Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874-1945, Herdecke. Zuletzt geändert am 8. Juni 2005.
cite-note-sn-3131. â Schlesische Nachrichten.